Mit ihren unzureichenden Sicherungs- und Wiederherstellungsstrategien gehen europäische Unternehmen ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. So geben immerhin erschreckende neun Prozent der deutschen Firmen an, ihre Workstations überhaupt nicht zu sichern.
Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Acronis mit kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien durchgeführt hat. Laden Sie die „Acronis Studie: Neue Erkenntnisse über die unzureichenden Backup- und Recovery-Strategien in europäischen Unternehmen" herunter und erhalten Sie Antworten auf die folgenden Fragen:
Hat Ihr Unternehmen seine Daten nicht kontinuierlich gesichert, kann eine kleine Netzschwankung dazu führen, dass alle Ihre Mitarbeiter gestern, vorgestern oder letzte Woche völlig umsonst gearbeitet haben. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Unternehmen einen Tag lang nicht auf seine Daten zugreifen kann? Erschreckende zwei Drittel (63 %) der Unternehmen benötigen einen Tag oder länger für die Wiederherstellung ihrer Unternehmensdaten bei einem Systemausfall.
Mitarbeiter können nicht mehr produktiv arbeiten, die Umsatzzahlen brechen ein und die Kunden gehen zur Konkurrenz. Acronis ist immer wieder erstaunt, wie viele Unternehmen auch in der digitalen Welt von 2010 ihre Systeme und Daten nicht ausreichend sichern und gar nicht wissen, wie schnell und effektiv sie diese nach einem Ausfall wiederherstellen könnten.
Genau aus diesem Grund haben wir eine unabhängige Studie durchgeführt, um herauszufinden, wie Unternehmen in Europa ihre Daten sichern und wiederherstellen. Die Ergebnisse waren überraschend. Aus der Studie geht hervor, dass viele Unternehmen ihre Daten und Systeme immer noch sehr unzureichend sichern und wiederherstellen. Sie sichern nicht regelmäßig und häufig noch manuell. In vielen Unternehmen werden die Backups für Server sehr sorgfältig durchgeführt.
Die Workstations werden dafür oft vernachlässigt, obwohl sich auf ihnen brancheninternen Schätzungen zufolge 60 % der Unternehmensdaten befinden. Weiter hat Acronis heraus gefunden, dass sich die IT-Manager in trügerischer Sicherheit wiegen. Obwohl ihre Backup- Strategien nicht optimal durchdacht sind und sie keine korrekten Backups durchführen, haben sie keine Zweifel, dass sie in der Lage sind, die Daten und Systeme nach einem Ausfall schnell wiederherstellen zu können. Abschließend haben wir noch die reellen (und negativen) Auswirkungen eines Datenverlustes untersucht.
Offenbar befürchten viele IT-Manager, dass Daten verloren gehen, und sind sich auch der katastrophalen Auswirkungen durchaus bewusst. Umso verwunderlicher ist es, dass sie es trotzdem nicht für notwendig halten, entsprechende Disaster-Recovery- Strategie auszuarbeiten. Dabei ist die Durchführung von Backups so einfach. Nur ein paar einfache Schritte und schon sind die Infrastrukturen und Daten Ihres Unternehmens optimal geschützt.
Sicherlich ist die Wiederherstellung dagegen etwas komplizierter und im hektischen Geschäftsleben fehlt Ihnen oft die Zeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Mit unseren Tipps für eine optimale Wiederherstellung möchten wir Sie dazu bringen, ein für Sie passendes Konzept zu entwickeln.
Vorgehensweise
Acronis hat beim renommierten Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne eine Studie in Auftrag gegeben, an der
jeweils 200 Unternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien teilgenommen haben. Befragt wurden:
• die im Unternehmen für die IT verantwortlichen Personen (hauptsächlich CIOs, IT-Manager und IT-Administratoren)
• kleine und mittelständische Unternehmen (250 – 1000 Mitarbeiter)
In den im Oktober 2009 durchgeführten Interviews wurden Mitarbeiter aus ganz unterschiedlichen Branchen befragt.
Unternehmen verfolgen keine konsequente Backup-Strategie Geht es um den Schutz von Servern, nehmen dies die meisten Unternehmen sehr ernst. Nur ein sehr kleiner Bruchteil verzichtet komplett auf die Sicherung ihrer Server. In 87 % der Unternehmen läuft das Backup der Server automatisch. Betrachtet man jedoch die Workstations, nehmen die Unternehmen weitaus mehr Risiko in Kauf. Erschreckenderweise sichert ein Viertel der Unternehmen ihre PCs und Laptops immer noch manuell. Noch schlimmer ist es, dass ein Fünftel (19%) überhaupt kein Backup ihrer Workstations erstellen. Wenn Sie die Ergebnisse nach Ländern betrachten, stellen Sie fest, dass die Briten ihre Daten und Systeme am schlechtesten sichern. 38 % der britischen Unternehmen schützen ihre Workstations überhaupt nicht, im Vergleich zu 9 % in Deutschland und 5 % in Frankreich.
Sie erkennen, dass die Unternehmen immer noch keine regelmäßigen, automatischen Backups durchführen. Ein Zehntel der europäischen Firmen sichert ihre Daten und Systeme nur einmal in der Woche oder in noch längeren Intervallen. 21 % der französischen Unternehmen dagegen erstellen mindestens stündlich ein Backup. Das sind satte 11 % mehr als britische Firmen (10 %). Überraschenderweise führen die meisten deutschen Unternehmen nur einmal wöchentlich ein Backup durch.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Unternehmen ihre Server sehr gut, ihre Workstations aber sehr unzureichend sichern. Vor dem Hintergrund, dass sich bis zu 60 % der Unternehmensdaten auf PCs und Laptops befinden, ist dieser Zustand einfach untragbar. Und stellen Sie sich mal vor, wie umständlich es ist, wenn Sie nach einem Ausfall das Betriebssystem und alle Anwendungen auf jeder Workstation neu installieren müssen. Wenn Sie also weiterhin an diesem inkonsequenten Backup-Konzept festhalten, wie können Sie bei einem Ausfall überhaupt sicher sein, dass Sie Ihre Daten wiederherstellen können?
Sicherung ist nicht gleich Wiederherstellung Trotz offensichtlich inkonsequenter Backup-Strategien, zweifelt die Mehrheit der IT-Manager nicht daran, ihre verlorenen Daten wiederherstellen zu können. 73 % der europäischen Unternehmen sind sich entweder sicher oder sehr sicher, nach einem umfassenden Ausfall (durch einen Hardware-Fehler, einen Computervirus sowie durch Wasserschäden, Kurzschlüsse u.ä.) ihre Daten wiederherstellen zu können. Sehen Sie sich die Länderzahlen genauer an, stellen Sie fest, dass die britischen Unternehmen trotz ihrer äußerst fraglichen Backup-Strategien am zuversichtlichsten sind, dass sie ihre Daten und Systeme nach einem Ausfall wiederherstellen können (86 % sind zuversichtlich oder sehr zuversichtlich). Paradoxerweise beurteilen die Franzosen die Möglichkeit der Wiederherstellung sehr verhalten, obwohl sie bei den Backup-Strategien am besten abschneiden (63 % sind zuversichtlich oder sehr zuversichtlich). Im Hinblick auf die Wiederanlaufzeiten (RTO) gab ein Fünftel (20 %) der Unternehmen an, mindestens eine Woche für die Wiederherstellung der Daten zu benötigen. Erstaunliche 40 % antworteten, dass sie bis zu einem Tag brauchen würden. Überschlagen Sie einfach mal die Kosten für ein Unternehmen, wenn die Mitarbeiter ausfallsbedingt einen Tag nicht produktiv arbeiten und keine Geschäfte abschließen können.
Nur weil ein Unternehmen ein Backup erstellt, bedeutet dies noch lange nicht, dass es Systeme und Daten oder tatsächlich relevante und aktuelle Daten zeitnah wiederherstellen kann. Viele Unternehmen wägen sich hier irrtümlicherweise in Sicherheit!
Nachdem wir nun wissen, dass viele Unternehmen noch sehr inkonsequente Backup-Strategien verfolgen, widmen wir uns jetzt den Auswirkungen, die ein Datenverlust auf ein Unternehmen oder eine einzelne Person haben kann. Obwohl IT-Manager die Schwachstellen ihrer Backup-Strategien nicht erkennen, empfinden sie den Verlust von Daten kurioserweise doch als sehr stressige Erfahrung mit tiefgreifenden Auswirkungen. 44 % der Befragten beurteilen den Prozess der Datenwiederherstellung als „stressig“ oder „sehr stressig“. 21 % der Befragten bezeichnen einen Datenverlust sogar als lebensbedrohlich und vergleichen ihn sogar mit dem Stress, der ausgelöst wird, wenn ein Flugkapitän eine Notlandung ankündigt.
Fast die Hälfte der Unternehmen (43 %) befürchtet einen Rückgang der Umsatz- und Kundenzahlen durch den Datenverlust. Dies zeigt, dass der Datenverlust nicht allein die IT-Abteilung betrifft, sondern wesentlich größere Kreise im Unternehmen zieht. Andere genannte Faktoren umfassen die Compliance (ein bedeutend größerer Druck in Deutschland als in Großbritannien und Frankreich – 22 % im Vergleich zu 9 % bzw. 11 %). Darüber hinaus hat ein Fünftel (21 %) der Befragten Angst davor, den Arbeitsplatz als Folge des Datenverlustes zu verlieren. Umso wichtiger ist der umfassende Schutz Ihrer Systeme in konjunkturell schwierigen Zeiten. Wenig überraschend ist, dass die Mehrheit (59 %) der IT-Manager nach einem Datenverlust den meisten Druck von ihren CEOs / Vorgesetzten spürt. 43 % befürchten einen Rückgang der Umsätze und Kundenzahlen, aber nur 9 % spüren den Druck ihrer Kunden, Daten wiederherzustellen